Literatur & FAQ

Literatur und häufig gestellte Fragen

Vorbereitung für eine Adoption:
Evers Momo/Friedemann Ellen-Verena: Handbuch Adoption. Der Wegweiser zur glücklichen  Familie. Südwest 2007
Lange Gesine: Auslandsadoption. Wissenswertes zu einem aktuellen Thema. Schulz-Kirchner 2006
Lehmkuhl Gerd/Oelsner Wolfgang: Adoption. Sehnsüchte - Konflikte - Lösungen. Patmos 2008

Für Adoptiveltern/Adoptivkinder:
Carini Marco: Muttersuche. Adoptivkinder und Mütter erzählen. Rotbuch 2010
Rech-Simon Christel/Simon Fritz: Survival-Tipps für Adoptiveltern. Carl-Auer 2010

Häufige Fragen:
Wie gross sind die Chancen, dass wir Eltern eines Adoptivkindes werden können?

Das Wohl des Kindes steht an erster Stelle. Es werden Eltern für Kinder gesucht und nicht Kinder für Eltern. In fortgeschrittenem Alter sinken die Chancen, dass Sie als zukünftige Adoptiveltern akzeptiert werden, bzw. dass Sie ein kleines Kind adoptieren können.
Werden wir ein Adoptivkind gleich lieben können wie ein leibliches Kind?
Eine der hartnäckigsten Mythen besteht darin, dass es zwar möglich sei, ein adoptiertes Kind zu lieben, aber nicht so tief wie ein biologisches Kind. Der Mythos der Vorherrschaft der Blutsbande hält sich mit grosser Hartnäckigkeit. Die meisten Adoptiveltern sagen, dass sie sich nicht vorstellen können, ein leibliches Kind lieber zu haben.
(vgl. Chicoine/Germain/Lemieux: L'enfant adopté dans le monde. Éditions de l'Hôpital Sainte-Justine 2003, ISBN 2-922770-56-7), S.76
Entwickeln sich Adoptivkinder gleich wie leibliche Kinder? Haben Adoptivkinder häufiger Probleme als andere Kinder?
Die Vorstellung, dass alle Adoptivkinder Probleme haben, ist falsch. Adoptivkinder werden zwar in der Kindheit und Jugend etwas häufiger in Beratungen und Therapien vorgestellt. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Adoptiveltern häufiger Hilfe suchen. Hilfe suchen ist eine Stärke. Die meisten Adoptivkinder entwickeln sich gut.
Sind Adoptivfamilien ebenso glücklich wie andere Familien?
Die Adoptionsforschung zeigt, dass der Adoptionserfolg sowohl von den Adoptiveltern als auch von den Adoptivkindern als hoch eingeschätzt wird. Die Adoptiveltern und die Jugendlichen sind mit dem Verlauf der Adoption zufrieden. Dies gilt für Inland- und Auslandsadoptionen. (vgl. Lange Gesine: Auslandsadoption. Schulz-Kirchner 2006, S.126, 129)
Das Kantonale Jugendamt Bern hat Paare, die 1991-1999 ein Kind aus dem Ausland zur späteren Adoption aufgenommen haben, zu ihrer Zufriedenheit mit der Adoption befragt. Die meisten Adoptiveltern sind grundsätzlich zufrieden mit der Beziehung, die sie mit ihren Kindern erleben. Die Evaluation kann beim Kantonalen Jugendamt Bern bezogen werden.
Wird die Beziehung zu den Adoptiveltern gefährdet, wenn das Adoptivkind seine leibliche Mutter kennenlernt?
Erwachsene Adoptierte bestätigen, dass die Angst der Adoptiveltern, das Kind zu verlieren, wenn es seine leibliche Mutter sucht und kennenlernt, unbegründet ist. Sie bleiben für das Kind Mutter und Vater. Die Adoptiveltern haben das Kind darin zu unterstützen, wenn es seine 'Wurzeln' kennenlernen will.

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